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Von Mensche on menschlesche Eejeheete

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In dieser Ausgabe steht der Mensch im Mittelpunkt: Von Mensche on menschlesche Eejeheete – Von Menschen und menschlichen Eigenheiten.

Merr mot de Mensche nä-ehme wi se send, öt jöff kenn angere – Man muss die Menschen nehmen wie sie sind, es gibt keine anderen. I.ü.S. Jeder Mensch ist mit seinen Eigenheiten ein Unikat.

Alle Mensche send jliik, maar malleke meene se wü-ere jliiker. – Alle Menschen sind gleich, nur manche meinen sie wären gleicher. i.ü.S. im Prinzip gilt gleiches Recht für alle, allerdings gibt es immer welche, die sich Sonderrechte herausnehmen.

Alt wä-erde es dat enzije Meddel öm lang te lä-eve. – Alt werden ist das einzige Mittel, um lange zu leben.

Alt on jriis, on noch emmer net wiiß. – Alt und grau, und noch immer nicht weise. I.ü.S. Auch Alter schützt vor Torheit nicht.

Benä-ehme öss Jlöcksaak. – Benehmen ist Glücksache. i.ü.S. wurde gesagt, wenn sich jemand daneben benommen hatte.

Dat hann esch wääschslangs jemäck. – Das habe ich im Vorbeigehen erledigt. I.ü.S. Ohne großen Aufwand.

An-et Enjemägkde jonn. Ans Eingemachte gehen, an den Vorrat gehen, I.ü.S. an das Ersparte gehen.

Dat deet ne alde Mann joot. – Das tut einem alten Mann gut. I.ü.S. das gefällt ihm.

Alles kütt wijer, saidt dä Bu-er, doh pischde hä d’r Beresch eropp. – Alles kommt wieder, sagte der Bauer, da pinkelte er den Berg hinauf und das Rinnsal kam zurück. I.ü.S. nichts geht verloren im Leben.

Dat öss net de bääsde Botter. Das ist nicht die beste Butter. I.ü.S. Da kann man nichts von erwarten.

„Oss platte Schprock – wi di Alde kallde“ von Kurt Paul Gietzen.

Illustration: Stefan Voeller, www.dervoeller.de

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