Ausgehen

Würzig

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Die Welt der Gewürze fasziniert mit ihrer immensen Vielfalt an Aromen, Farben und Formen. Gewürze verzaubern und verführen, stärken und heilen, ermutigen und aphrodisieren. Sie vollenden ein Gericht und geben ihm erst den richtigen Pfiff. Was wäre ein Kartoffelpüree ohne Muskatnuss oder ein indisches Curry ohne Kurkuma?

Weniger ist mehr
Lange Zeit gehörten Gewürze in die Kategorie Luxusartikel und waren ein Synonym für Reichtum. Im 12. Jahrhundert hatte ein Pfund Safran den Wert eines Pferdes, ein Schaf wurde gegen ein Pfund Ingwer eingetauscht und Pfeffer wurde sogar in Gold aufgewogen. Obwohl Gewürze heute um einiges erschwinglicher sind, sollten sie trotzdem nicht verschwenderisch, sondern ausschließlich in geringen Dosen, in Prisen oder Messerspitzen verwendet werden. Denn Regel Nummer Eins beim Würzen ist: Weniger ist mehr. Gewürze sollen den Geschmack eines Gerichts unterstreichen, nicht übertünchen. Deshalb immer mit einer kleinen Menge beginnen, probieren und dann gegebenenfalls die Gewürzmenge steigern. Würzen ist aber vor allem auch Geschmackssache. Dabei spielt die Erfahrung eine ebenso große Rolle wie der Mut, mit Gewürzen und Kompositionen zu experimentieren.

Die für das Aroma verantwortlichen ätherischen Öle sind fast alle fettlösend, d. h. in Verbindung mit Fett lösen sie sich aus den Gewürzen heraus und durchdringen die Speisen. Bei den meisten gemahlenen Gewürzen verflüchtigen sich aber die Aromen, werden sie zu starker oder zu langer Hitze ausgesetzt. Tipp: am Anfang und am Ende würzen. Ganze Gewürze wie Lorbeerblätter, Pfefferkörner oder Rosmarinstängel können dagegen von Anfang an mitkochen, weil sie ihr Aroma kontinuierlich abgeben. Wacholder und Sternanis brauchen sogar einige Zeit, bis sie ihr volles Aroma entfalten.

Auf die Qualität kommt es an
Genauso wichtig wie die richtige Dosierung ist die Gewürzqualität. Hochwertige Gewürze erkennt man daran, dass sie sehr aromaintensiv sind. Bereits kleinste Mengen reichen beim Würzen aus. Damit sind sie viel ergiebiger als billige Industrieprodukte, die oft lange gelagert und mit Füllstoffen beschwert werden. Von Gewürzmischungen sollte man die Finger lassen, wenn bei den Zutaten am Anfang Zucker oder Salz genannt werden. Beides ist günstig und schwer und ersetzt hochwertige Gewürze. Verlockend günstig sind auch Großverpackungen. Diese werden aber nur selten vor Ablauf der Haltbarkeit aufgebraucht. Deshalb lieber kleinere Mengen in Bio-Qualität kaufen, die dazu noch einen sorgsamen Anbau und eine penible Weiterbverarbeitung beim Sieben, Sortieren und Reinigen garantieren.

Sobald eine Gewürzverpackung geöffnet wird, strömen die Aromen kontinuierlich nach außen. Gemahlen sind Gewürze ca. sechs Monate haltbar, ungemahlen halten sie sich etwas länger. Durch Wärme, Licht und Feuchtigkeit verlieren sie zusätzlich an Würzkraft. Also: Gewürze nicht über oder neben dem Herd lagern – auch wenn’s praktisch ist. Zudem sollten Gewürzgefäße nie über kochendes Essen gehalten werden. Der Dampf verklebt die Streulöcher, das Gewürz ist unnötiger Hitze ausgesetzt und verklumpt. Besser: Gewürze zuerst auf die Handfläche geben und dann prisenweise würzen.

Ein feines, liebevoll zusammengestelltes Sortiment an Gewürzen führt die Feinkostoase Teelikatesse auf der Wallstraße: Ob Chilistreifen, Roast beef-Gewürzmischung oder geräucherte Meersalzflocken – beim Durchstöbern staunt man nicht nur über die außergewöhnliche Vielfalt, sondern bekommt auch direkt Lust, neue Kreationen auszuprobieren. Kompetente, wertvolle Tipps zu den Produkten und der Zubereitung sind hier inklusive.

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