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Polly

Polly

„Polly“ heißt die Band um den in Mönchengladbach geborenen und aufgewachsenen Marco Knapstein (Schlagzeug). Lange war Knapstein von Amts wegen der „Music-Community“-Be-auftragte der Stadt und betreute u. a.
die hiesige Nachwuchsszene. Sein eigenes Bandtrio umfasst Jörg Meinhardt (Köln) und Jochen Prestel (Düsseldorf), die er schon aus früheren Köln-Düsseldorfer Bandformationen wie „Red Desert“ oder „Not a Number“ kennt und mit denen er seit Frühjahr 2011 in dieser Konstellation umtriebig ist. Nach wenigen Monaten legten sie im Sommer 2011 ihr Album „Polly“ vor. Es folgten Gigs in Gladbach, Aachen, Ulm und Ravensburg sowie jetzt die zweite CD „deadbeat“. Ihre Arrangements nennen sie „reduziert, aber stilistisch offen“. Will meinen: Einflüsse aus etlichen Genres fließen hier zusammen, vor allem aus dem Indie-Rock, jedoch mit Anleihen aus dem New Wave der 80er, Reggae, Garage, Surf und Folk. Ihre Vorbilder finden sie u. a. in The Clash, The Cure oder Namenspate PJ Harvey. Der daraus resultierende Sound erinnert zuweilen aber auch an Tom Waits oder Nick Cave und so kann Polly nicht nur mit erstklassigem Songmaterial punkten.

Am Freitag, 1. Juni 2012 stellen Polly
erstmals ihre brandneue CD live vor, wenn sie gemeinsam mit den Berlinern „The Legendary Lost Mojados“, quasi die Hausband des autonomen „Kunsthaus Tacheles“, die Bühnenbretter des Gladbacher Clubs Messajero in Schwingung versetzen. Bei einem Gig am Bodensee hatten sich beide Bands angefreundet, was nun zum hiesigen Doppelkonzert auf der Achse Niederrhein – Hauptstadt führt.

Die seit 2002 existierenden Mojados spielen einen „atmosphärischen Wüstenrock im Breitwandformat“, der statt in Berlin-Kreuzberg auch in Tucson/Arizona hätte entstanden sein können. Was sich auf ihrer aktuellen CD „Nothing“ schon toll anhört, geht live richtig in die Beine, wenn die Rhythmusgruppe um Beate Schröder (Schlagzeug) abhebt. Neben ihrer Musik sind die Mojados vor allem als bildende Künstler unterwegs. Perkussionist Bruno di Martini, Franko-Sizilianer, ist ein gefragter Bildhauer und hat seine Skulpturen schon im Carroussel du Louvre in Paris und in den Sony Headquarters in Berlin ausgestellt. Sänger Samuel Felix Sieber zeigt seine „Piktogramme des Untergangs“ momentan in einer Ausstellung in Potsdam. (gh)

INFO
Website:
http://pollysongs.bandcamp.com
Konzert: 1.6.2012, Eintritt 8,– €

Veranstaltungsort und Vorverkauf:
Zirkus Messajero, Sophienstr. 17, 41065 MG und online unter www.messajero.com

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