Gesundheit

Unkraut mit Heilkraft

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Wenn man nicht gerade in der Innenstadt wohnt, dann wächst der Löwenzahn meistens nur ein paar Schritte entfernt. Er siedelt in Mauerritzen und zwischen Pflastersteinen und gilt vielen als lästiges Unkraut im Garten. Doch Löwenzahn ist gesund und schmeckt hervorragend.

Die Löwenzahn-Wurzel gilt – ähnlich wie Ginseng – als Tonikum, das zur Regeneration eingesetzt wird und die inneren Organe unterstützt. Löwenzahn versorgt uns mit reichlich Vitamin C und Provitamin A, mit Eisen, Kalzium und Magnesium sowie sekundären Pflanzenstoffen. Nicht verwechseln sollte man Löwenzahn mit den ähnlichen Pflanzen der Gattung Leontodon, deren Blütenstiele nicht hohl sind. In der Pflanzenheilkunde gilt Löwenzahn als besonders heilsames Kraut, beispielsweise für eine vier- bis sechswöchige Frühjahrs- oder Herbstkur mit Löwenzahntee oder Löwenzahnsaft. Die Löwenzahnkur wirkt allgemein verjüngend, tut aber auch Rheuma- und Gichtkranken sehr gut. Löwenzahn aktiviert Leber und Niere und hat einen günstigen Einfluss auf die Durchblutung des Bindegewebes. Seine Wirkstoffe können sogar die Entwicklung von Gallensteinen hemmen und vor allem deren Neubildung unterdrücken sowie Koliken vorbeugen. Für eine Löwenzahnkur nimmt man entweder täglich 1 EL Löwenzahnsaft oder trinkt zwei Tassen Löwenzahntee.

Löwenzahnsaft selber machen
Löwenzahnsaft können Sie in der Apotheke kaufen oder ganz einfach selber machen. Geben Sie hierzu einfach die kompletten Löwenzahnpflanzen in den Entsafter. Bei äußerlicher Anwendung kann der Saft gegen Warzen helfen oder Verbrennungen und Insektenstiche lindern. Tipp: Die Löwenzahnwurzel ist kleingeschnitten ein toller Brotbelag. Die Blüten der Pflanze lassen sich auch als Gesichtsmaske verwenden. Hierfür werden sie mit heißem Wasser übergossen, abgekühlt, leicht ausgedrückt und aufs Gesicht gelegt.

Text: Maria Ghoebel/pp, Fotos: istockphoto.com: small_frog

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