Sport

U21-Frauen wollen Heimvorteil nutzen!

Mönchengladbach ist als Weltmeisterschafts-Austragungsort ein gutes Omen für deutsche Hockey-Nationalmannschaften.

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Im vergangenen Jahr verpasste die U21-Hockeynationalmannschaft bei der Europameisterschaft um Haaresbreite eine Medaille. Das möchten die jungen Frauen des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) ab dem 27. Juli bis zum 4. August in Mönchengladbach nachholen: Dann geht im Warsteiner Hockeypark die U21-Weltmeisterschaft der Frauen über die Bühne, und Deutschland hat sich als Gastgeber natürlich einiges vorgenommen. Mönchengladbach ist als Austragungsort ein sehr gutes Omen für deutsche Teams, die jungen Talente wären nicht die erste DHB-Mannschaft, die sich in unserer Stadt die Krone aufsetzen würde.

Die Erinnerung an den Weltmeistertitel der deutschen Hockey Herren ist noch frisch. Im September 2006 gelang der Mannschaft in der Neuauflage des Endspielvon 2002 gegen Australien die Titelverteidigung. Im neu gebauten Hockeypark, in den innerhalb einer Woche 100.000 Zuschauer strömten, siegte die deutsche Elf bei der ersten Weltmeisterschaft auf deutschem Boden 4:3 im Finale. Sportlich und aus Sicht der Veranstalter war die Weltmeisterschaft vor nunmehr beinahe sieben Jahren ein riesiger Erfolg. Und auch wenn das bevorstehende Weltturnier der U21-Juniorinnen eine Nummer kleiner werden wird, dürfen sich nicht nur die Hockeyfreunde Mönchengladbachs und Umgebung auf Spitzensport im Hockeypark freuen! Für den Veranstalter ist es ohnehin ein besonders intensiv vorzubereitendes Turnier mit einem immensen logistischen Aufwand, weil es das erste ist, das auf beiden Plätzen im Hockeypark ausgetragen wird.

Der weibliche Hockey-Nachwuchs, der in den kommenden Jahren in die großen Fußstapfen der Herren und Damen treten soll, freut sich jedenfalls besonders auf die Weltmeisterschaft im eigenen Land. Die jetzigen Juniorinnen sind die Topkandidaten, die 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro/Brasilien um eine Medaille kämpfen. Eigentlich hätte die Weltmeisterschaft in Kanada ausgetragen werden sollen, doch der DHB übernahm die Gastgeberrolle kurzfristig, wohlwissend, dass in Mönchengladbach ein einzigartiges Hockeystadion zur Verfügung steht. Bereits am 18. Juli werden die besten deutschen Hockey-Talente nach Mönchengladbach kommen, um sich im Endspurt auf das Turnier der besten 16 Hockey-Nationen vorzubereiten, dann gibt es auch die Generalprobe mit dem Test gegen Australien. In vier Vorrundengruppen werden die Teilnehmer ab dem 27. Juli für das Viertelfinale ausgespielt, danach geht es im K.o.-System wie, von vielen anderen Turnieren gewohnt, weiter.

Neben der Gastgeberrolle, die entscheidend in engen Spielen sein kann, hofft die deutsche Elf auf ein bisschen mehr Glück als 2012 bei der Europameisterschaft. Nur knapp verfehlte sie damals das Finale, um dann auch noch durch Golden Goal in der Verlängerung gegen England die EM-Bronzemedaille zu verpassen. Bundestrainer Marc Herbert wird seine jungen Damen sicher mit einem Rückblick auf dieses Ereignis noch einmal zusätzlich motivieren können. Gegen England geht es diesmal bereits in der Gruppenphase, in der es die deutsche Mannschaft zusätzlich mit Belgien und Spanien zu tun bekommt. Eine schwierige, aber auch lösbare Aufgabe nennt Herbert diese Gegner. „Der Vorteil an dieser rein europäischen Gruppe ist, dass wir die Gegner alle gut kennen und uns gut auf die Teams einstellen können.“ Zudem habe man so die Möglichkeit, mögliche andere Kontrahenten auf dem Weg ins Viertelfinale genauer zu beobachten. Ohne die Gegner zu unterschätzen, verbreitet der U21-Trainer Zuversicht: „Wir wissen, dass wir alle drei Vorrundengegner schlagen können, so dass das eigentlich gute Voraussetzungen sind, um weit zu kommen.“

Hockey WM U21Vermutlich werden die Engländerinnen der stärkste Gegner dieser Gruppe werden. Deutschland hat gegen sie vor ein paar Wochen bei einem Lehrgang zweimal gewonnen und einmal verloren. Nicht zu unterschätzen ist Belgien, vielleicht der Geheimfavorit, zumal auch einige Fans aus dem Nachbarland nach Mönchengladbach zur Unterstützung ihrer Mannschaft erwartet werden. Belgien ist technisch stark und taktisch geschult, die körperliche Robustheit macht es dann noch einmal zusätzlich zu einem unbequemen Gegner. Gegen Spanien und die unglaublich guten Strafecken der Iberer haben die deutschen U21-Talente zuletzt nicht gut ausgesehen – genauer gesagt, zweimal knapp verloren. Im Spiel der Gruppe D kann die Unterstützung der Fans, auf die der DHB zurecht hofft, sehr hilfreich werden. 200 Volunteers und Ballkinder werden während des Turniers täglich im Einsatz sein, im Ausstellerdorf gibt es ein „Kinderland“ für die jüngsten Besucher, Tickets gibt es für 6,– € beziehungsweise 3,–€ für Kinder.

Da auch die Juniorinnen-Hockey-Weltmeisterschaft mittlerweile einen eigenen Hauptsponsor mit sich bringt, geht das internationale Kräftemessen offiziell als Ergo Hockey Junior World Cup Mönchengladbach 2013 an den Start. Die beiden Gruppenersten erreichen die Runde der letzten acht Teams, spätestens ab dann entscheidet die Tagesform. Deutschland (Gruppe D) würde im Viertelfinale auf einen Vertreter der Gruppe C treffen, auf Neuseeland, Australien, Indien oder Russland. Das Finale der Juniorinnen-Weltmeisterschaft wird am 4. August um 16 Uhr angepfiffen, los geht es mit dem Eröffnungsspiel eine Woche zuvor am 27. Juli um 9 Uhr mit der Partie zwischen Argentinien und Kanada.

Info
Gruppeneinteilung des Ergo Hockey Junior World Cup Mönchengladbach:

Gruppe A: Niederlande, Südkorea, USA, Ghana
Gruppe B: Argentinien, China, Südafrika, Kanada
Gruppe C: Neuseeland, Australien, Indien, Russland
Gruppe D: England, Belgien, Spanien, Deutschland

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