Sport

Klassenverbleib geschafft - Stimmung gedämpft!

Der Weggang der Grambusch-Brüder trübt beim Gladbacher HTC die Freude über die Entwicklung der Mannschaft.

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Sven Alex konnte seine Form ins Saisonfinale retten, auch wenn insgesamt beim GHTC die Luft etwas raus war. 

Die Luft war schon etwas länger raus beim Gladbacher HTC, der in der Hockey-Bundesliga auf dem Feld bereits lange vor dem letzten Spieltag am 26. Mai den Ligaverbleib gesichert hatte. Während der Rheydter SV in der Zweiten Liga immer mehr vom Abstieg bedroht war, musste sich der GHTC sorgenvoll der kommenden Saison widmen. Und das, obwohl der Aufsteiger eigentlich aufgrund des erreichten Saisonzieles hätte feiern dürfen.

Der Wechsel von Mats Grambusch zu Rot-Weiss Köln nach dieser Spielzeit legt einen Schatten auf die erfolgreichen Monate, die der GHTC mit seiner jungen und entwicklungsfähigen Mannschaft hingelegt hatte. Dass Grambusch seinen Bruder Tom gleich mitnimmt in die Domstadt, lässt für die Zukunft Böses erahnen. GHTC-Trainer Jan Klatt wehrt aber ab: „Wir wollen und werden versuchen, ein neues gutes Team für die nächste Saison zusammenzustellen, auch wenn vor allem der Abgang von Mats natürlich schwer wiegt.“

Der Abgang der beiden Leistungsträger trifft den GHTC zweifellos hart, der 20-jährige A-Nationalspieler Mats und sein drei Jahre jüngerer Bruder sind so etwas wie Identifikationsfiguren dieser hoffnungsfroh stimmenden Mannschaft, die mit vielen Talenten gespickt erst im vergangenen Jahr den Wiederaufstieg in die Bundesliga - auf dem Feld wie in der Halle - stemmte und die in den kommenden Jahren höhere Ziele als den Verbleib in der Bundesliga anvisieren soll.

Höhere Ziele möchten auch die Grambusch-Brüder verfolgen, in Köln bei den Rot-Weissen, die im Hockey seit Jahren noch einmal „in einer ganz anderen Liga spielen“. Beim GHTC weiß man nicht erst seit dem Wiederaufstieg um die Gefahr, die besten Leute an den Rivalen zu verlieren. Jetzt heißt es, die anderen zu überzeugen, mit dem GHTC in die Zukunft zu gehen und die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben. „Es ist keine einfache Situation, aber wir dürfen mit dem Geleisteten zufrieden sein und werden darauf aufbauen“, sagt Klatt. Spieler wie Sven Alex, der in der Schlussphase der Saison im Gegensatz zu manch anderen immer noch gut aufgelegt war, sind jetzt gefragt, die gesteckten Ziele zu ermöglichen.

Letztlich ist es auch ein Zeichen für eine erfolgreiche Arbeit, wenn die besten Akteure gefragt sind und weggehen. Klatt und dessen Trainerkollege André Schiefer sind nicht die ersten, die eine gute Entwicklung mit dem Weggang der Leistungsträger weiterführen müssen. Die beiden müssen nur einen Steinwurf hinüber in den Borussia-Park schauen!

Text: Ingo Rütten, Foto: GHTC

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