Wirtschaft

Alberto

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Die Anfänge des Unternehmens gehen zurüch auf das Jahr 1922, als Albert Dormanns in der Tuchproduktionsstätte seines Großvaters die Dormanns Hosenfabrik gründete, wo zunächst Jacken, Hosen und Berufskleidung gefertigt wurden. 1950 spezialisiert sich der Inhaber im neu errichteten Firmengebäude auf die Herstellung von Herrenhosen. Im Chic der Wirtschaftswunderjahre stehen Spitzbundhosen, Bridgeshosen und Knickerbocker hoch in der Gunst des deutschen Gentleman.

Nach Dr. Dormanns Tod übernimmt sein Schwiegersohn Rolf Walendy 1968 das Unternehmen und verlegt den Firmensitz an die heutige Adresse Rheydter Straße 19-31. Sein Sohn Georg Walendy tritt mit 24 Jahren 1977 als kaufmännischer Angestellter in den Betrieb ein. Die 80er-Jahre stehen im Zeichen modisch innovativer Kollektionsentwicklungen unter dem neuen Markennamen ALBERTO mit jungen Schnitten und neuen Musterinterpretationen, allen voran die Karohose. In den 90er-Jahren wird die Produktion ins Ausland verlagert, während das Unternehmen bereits in 15 Länder exportiert und mit zweistelligen Wachstumsraten floriert.

Eine Vorreiterrolle hat Alberto unter anderem mit seinen Hosenstoffen übernommen: Ausgefeilte Textilien zeugen nicht nur vom modischem Verständnis des Unternehmens, sondern auch von Innovationen in der Bekleidungstechnik. Bereits seit 2003 vermarktet Alberto seine Kollektion über den Online-Shop www.albertoshop.de und erschließt damit neue Absatzmärkte.

2004 werden die Geschäftsfüher Georg Walendy und Marco Lanowy auf den deutschen Profi-Golfspieler Alexander Cejka aufmerksam, der keine Golfhosen, sondern Alberto-Pants auf dem Green trägt. Mit einer Reise in die USA und einer Kooperation mit dem Golf-Profi wird der Grundstein für eine Kollektion gelegt, die sich mit expressiv modischen Designs und praktischen Funktionen, wie Atmungsaktivität und Zeckenschutz, erfolgreich am Golfwear-Markt etabliert. Kürzlich entstand daraus erstmals eine Linie für Damen, die bislang nicht zur Zielgruppe des Hosenherstellers gehörten.

Platz für 190.000 Hosen bietet das 2005 um 10.000  m² erweiterte Logistik Center an der Rheydter Straße. Permanent stehen hier 80.000 Artikel zur Verfügung, wodurch dem Einzelhandel kurze Lieferzeiten garantiert werden können. Moderne und helle Büroräume bieten Platz für 95 Mitarbeiter, derzeit entsteht dort eine „Kreativ-Etage“ mit spektakulärem Ausblick auf das Gladbachtal und das Münster.

Die Mönchengladbacher Kollektionen, die in Tunesien, Polen und Rumänien von 1.300 Mitarbeitern produziert werden, finden sich bei 2.100 Einzelhändlern in 42 Ländern. Gelegenheit genug also, seine eigenen rationalen, sensorischen und emotionalen Gründe für die persönliche Kaufentscheidung zu prüfen, denn: „Ein Mann kauft seine Hose mit dem Kopf, den Fingerspitzen und dem Hintern“, weiß Geschäftsfüher Marco Lanowy nicht nur aus eigener Erfahrung zu berichten.

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