Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. "Anzeigenauftrag" im Sinne der nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist der Vertrag über die Veröffentlichung zum Zwecke der Verbreitung einer oder mehrer Anzeigen eines Werbungstreibenden oder sonstigen Inserenten in einer Druckschrift oder im Internet. Jeder Auftrag bedarf der Auftragsannahme durch den Verlag.

2. Anzeigenaufträge sind im Zweifel innerhalb eines Jahres nach Vertragsabschluß abzuwickeln. Ist im Rahmen eines Abschlusses das Recht zum Abruf einzelner Anzeigen eingeräumt, so ist der Auftrag innerhalb eines Jahres seit Erscheinen der ersten Anzeige abzuwickeln, sofern die erste Anzeige innerhalb der genannten Frist abgerufen und veröffentlicht wird.

3. Bei Abschlüssen ist der Auftraggeber befugt, innerhalb der in §2 genannten Frist auf über die im Auftrag genannte Anzeigenmenge hinaus weitere Anzeigen abzurufen.

4. Wird ein Auftrag aus Umständen nicht erfüllt, die der Verlag nicht zu vertreten hat, so hat der Auftraggeber, unbeschadet etwaiger weiterer Rechtspflichten, den Unterschied zwischen dem gewährten und dem der tatsächlichen Abnahme entsprechenden Nachlass dem Verlag zu erstatten. Für die im Auftrag vereinbarte Anzeige, die bis zum Ablauf der Jahresfrist nicht geschaltet wurde, kann aus Kulanz ein neuer Buchungszeitraum vereinbart werden. Ansonsten erhebt der Verlag bei fest vereinbarten Daueraufträgen eine Stornogebühr in Höhe von 75% des Anzeigenwertes. Die Rabattrückerstattung entfällt, wenn die Nichterfüllung auf höhere Gewalt im Risikobereich des Verlages beruht oder wenn der Auftraggeber im Falle von Preiserhöhungen, statt ein ihm vorbehaltenes oder später eingeräumtes Rücktrittsrecht auszuüben, den Vertrag zu den neuen Preisen bis zur Erreichung des ursprünglich Vereinbarten Auftragswertes fortsetzt. Ein Dauerauftrag verlängert sich automatisch um die vereinbarte Gültigkeitsdauer, wenn er nicht mindestens 6 Wochen vor Ablauffrist schriftlich gekündigt worden ist. Bei Zahlungsverzug ist der Verlag berechtigt, ohne Nachfristsetzung unter Belastung aller Rabatte vom Vertrag zurückzutreten.

5. Anzeigen, die auf Grund ihrer redaktionellen Gestaltung nicht als Anzeige erkennbar sind, werden als solchen vom Verlag mit dem Wort "Anzeige" kenntlich gemacht.

6. Alle Kleinanzeigen müssen schriftlich oder per E-Mail beim Verlag eingehen und unbedingt mit kompletten Absenderangaben und Unterschrift bzw. Absender-Mailadresse versehen sein. Chiffre-Antworten werden wöchentlich vom Verlag an die Empfänger verschickt. Der Verlag behält sich vor, unseriöse oder zweifelhafte Kleinanzeigenaufträge vom Abdruck auszuschließen. Sollen Telefonnummern in Kleinanzeigen erscheinen, muss eine Kopie der letzten Telefonrechnung beiliegen.

7. Für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern, bestimmten Ausgaben oder an bestimmten Plätzen der Auftraggeber die Gültigkeit des Auftrags ausdrücklich davon abhängig gemacht hat und das im Anzeigenauftrag vermerkt ist.

8. Der Verlag behält sich vor, Anzeigen- und Beilagenaufträge (auch einzelne Abrufe im Rahmen des Abschlusses) wegen des Inhaltes, der Herkunft oder der technischen Form nach einheitlichen Grundsätzen des Verlages abzulehnen. Dies gilt auch für Aufträge, die bei der Geschäftsstelle des Verlages, Vertretern oder Agenturen aufgegeben werden. Beilagenaufträge sind für den Verlag erst nach Vorlage eines Musters der Beilage und deren Billigung bindend (Vorlage drei Wochen vor Redaktionsschluss notwendig). Beilagen, die durch Format oder Aufmachung beim Leser den Eindruck eines Bestandteiles der Zeitung oder Zeitschrift erwecken oder Fremdanzeigen enthalten, werden nicht angenommen. Die Ablehnung eines Auftrages wird vom Auftraggeber unverzüglich mitgeteilt.

9. Für die rechtzeitige Lieferung des Anzeigentextes, kompatibler Daten sowie einwandfreier Druckvorlagen oder der Beilagen ist der Auftraggeber verantwortlich. Für erkennbar ungeeignete oder beschädigte Druckunterlagen fordert der Verlag unverzüglich Ersatz an. Der Verlag gewährleistet die drucktechnisch einwandfreie Wiedergabe der Anzeigen im Rahmen der durch die Druckunterlagen und das Druckverfahren gegebenen Möglichkeiten (Proof oder Andruck ist vom Auftraggeber mitzuliefern).

10. Der Auftraggeber hat bei ganz oder teilweise unleserlichem, unrichtigen oder unvollständigem Abdruck der Anzeige Anspruch auf Zahlungsminderung oder einer Ersatzanzeige, aber nur in dem Ausmaß, in dem der Zweck der Anzeige beeinträchtigt wurde. Weitergehende Haftungen für den Verlag sind aus- geschlossen. Reklamationen müssen innerhalb 4 Wochen nach Eingang von Rechnung und Belegen geltend gemacht werden. Für Fehler bei telefonischen Übermittlungen jeder Art übernimmt der Verlag keine Haftung.

11. Sind keine besonderen Größenvorschriften angegeben, so wird die tatsächliche Abdruckhöhe der Preisberechnung zugrunde gelegt. Probeabzüge werden nur auf ausdrücklichen Wunsch geliefert. Der Auftraggeber trägt die Verantwortung für die Richtigkeit der zugesandten Probeabzüge. Sendet der Auftraggeber den ihm rechtzeitig übermittelten Probeabzug nicht fristgemäß zurück, so gilt die Genehmigung zum Druck als erteilt.

12. Kosten für erhebliche Veränderungen ursprünglich vereinbarter Ausführungen und Lieferung bestellter Unterlagen (Zeichnungen, Datenverarbeitung, Filme, Proofs u.a.) hat der Auftraggeber samt Portokosten zu bezahlen. Druckunterlagen werden nur auf ausdrücklichen Wunsch zurückgesandt. Die Pflicht zur Aufbewahrung endet drei Monate nach Ablauf des Auftrags.

13. Der Verlag liefert mit der Rechnung auf Wunsch einen Anzeigenausschnitt. Wenn Art und Umfang des Anzeigenauftrages es rechtfertigen, werden Kopfbelege oder vollständige Belegnummern geliefert. Kann ein Beleg nicht mehr verschafft werden, so tritt an seine Stelle eine rechtsverbindliche Bescheinigung des Verlages über die Veröffentlichung und Verbreitung der Anzeige.

14. Die Rechnung ist sofort nach Rechnungserhalt fällig, sofern nicht im einzelnen Fall eine andere Zahlungsfrist oder Vorauszahlung schriftlich vereinbart ist. Etwaige Preisnachlässe für vorzeitige Zahlung werden dem Auftraggeber nach Absprache gewährt.

15. Bei Zahlungsverzug oder Stundung werden Zinsen in Höhe von 8 % über dem jeweils gültigen Basiszinssatz laut HGB sowie Einziehungskosten berechnet. Der Verlag kann bei Zahlungsverzug die weitere Ausführung des laufenden Auftrages bis zur Bezahlung zurückstellen und für die restlichen Anzeigen Vorrauszahlungen verlangen. Bei Konkursen und Zwangsvergleichen entfällt jeglicher Nachlass. Bei Vorliegen eines wichtigen Grundes ist der Verlag berechtigt, auch während der Laufzeit eines Anzeigenabschlusses das Erscheinen weiterer Anzeigen ohne Rücksicht auf ein ursprünglich vereinbartes Zahlungsziel von der Vorauszahlung des Betrages und von dem Ausgleich offen stehender Rechnungsbeträgen abhängig zu machen, ohne dass hieraus dem Auftraggeber irgendwelche Ansprüche gegen den Verlag erwachsen.

16. Aus einer Auflagenminderung kann nur dann ein Anspruch auf Preisminderung hergeleitet werden, wenn im Gesamtdurchschnitt des mit der ersten Anzeige beginnenden Anzeigenjahres die in der Preisliste oder auf andere Weise zugesicherte durchschnittliche Auflage um 10 % unterschritten wird. Darüber hinaus sind etwaige Preisminderungs- und Schadensersatzansprüche ausgeschlossen, wenn der Vertrag dem Auftraggeber von dem Absinken der Auflage so rechtzeitig Kenntnis gegeben hat, dass dieser vor Erscheinen der Anzeige vom Vertrag zurücktreten konnte.

17. Im Falle gänzlichen oder teilweise Nichterscheinens der Zeitschrift und somit der Anzeige infolge höherer Gewalt oder bei Störung des Arbeitsfriedens erlischt jede Verpflichtung auf Erfüllung von Aufträgen und Leistung von Schadenersatz. Insbesondere wird für nicht rechtzeitig oder überhaupt nicht veröffentlichte Anzeigen bzw. Beilagen kein Schadenersatz geleistet. Bei Betriebsstörungen oder Eingriffen durch höhere Gewalt (z.B. Streik, Beschlagnahme etc.) hat der Verlag Anspruch auf volle Bezahlung der veröffentlichen Anzeigen, wenn die Aufträge mit 80 % der garantierten Auflage erfüllt sind. Geringere Leistungen sind nach dem Tausender-Seitenpreis laut Tarif zu bezahlen.

18. Konkurrenzausschluss wird nicht gewährt. Mündliche Vereinbarungen, Bedingungen und Fristen müssen schriftlich durch den Verlag bestätigt werden.

19. Die Auftraggeber haften für alle Folgen und Schäden, die sich für den Verlag, besonderst auf Grund presserechtlicher und gesetzlicher Bestimmungen oder Vorschriften aus dem Inhalt der Anzeigen und Beilagen und durch deren Abdruck oder Streuung ergeben können. Die Auftraggeber haben den Verlag von Ansprüchen Dritter freizustellen, wobei der Verlag nicht verpflichtet ist zu prüfen, ob durch die Anzeige oder Beilage Rechte Dritter beeinträchtigt werden, was auch für die Ausführung sistierter Aufträge zutrifft. Der Inserent ist verpflichtet, die Kosten des Abdrucks einer Gegendarstellung, die sich auf tatsächliche Behauptungen der veröffentlichten Anzeige bezieht, zu den jeweils gültigen Tarifpreisen zu tragen.

20. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist, soweit es das Gesetz zwingend nicht anders vorsieht, der Sitz des Verlages.

21. Die Werbungsmittler und Werbeagenturen sind verpflichtet, sich in ihren Angeboten, Verträgen und Abrechnungen mit dem Werbetreibenden an die Preisliste des Verlages zu halten. Die vom Verlag gewährte Mittlungsvergütung dürfen an die Auftraggeber weder ganz noch teilweise weitergegeben werden. Preisänderungen- und Irrtümer vorbehalten.

22. Die allgemeinen und die zusätzlichen Geschäftsbedingungen des Verlages, die Auftragsbestätigung und die jeweils gültige Preisliste sind für jeden Auftrag maßgebend. Für den Verlag sind davon abweichende Bedingungen des Auftraggebers unverbindlich.

Stand 23.04.2007 Änderungen vorbehalten